Die Kreisverwaltung des Kreis Olpe hat am 21.04.2026 (Presseinfo Nr. 043/2026) über die Arbeit der Unfallkommission berichtet. Demnach wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt – mit erkennbaren Erfolgen: An vielen ehemaligen Unfallhäufungsstellen ist die Zahl der Kollisionen zurückgegangen.

Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem:

  • neue Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen in Olpe und Drolshagen,
  • ein Stoppschild an der B236/L880 in Finnentrop (mit geplantem Kreisverkehr),
  • eine separate Grünphase für Linksabbieger in Lütringhausen,
  • zusätzliche Kurventafeln auf mehreren Landstraßen,
  • sowie Verbesserungen der Verkehrssituation am Biggesee und in Gleierbrück.

Diese Maßnahmen sind sinnvoll und zeigen, dass gezielte Eingriffe die Verkehrssicherheit erhöhen können.


Unfallstatistik 2025: Weniger Unfälle – aber schwerere Folgen

Ein Blick in die aktuelle Verkehrsunfallbilanz 2025 der Kreispolizeibehörde Olpe zeigt jedoch ein differenziertes Bild:

  • Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist deutlich gesunken (auf 3.183 Fälle, rund -17 %).
  • Gleichzeitig ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden gestiegen.
  • Die Zahl der Verkehrstoten hat sich von 5 auf 11 mehr als verdoppelt.

Diese Entwicklung macht deutlich: Trotz positiver Tendenzen bei der Gesamtzahl der Unfälle bleibt die Verkehrssicherheit eine zentrale Herausforderung – insbesondere im Hinblick auf schwere Unfallfolgen.


Gute Arbeit der Polizei – aber mehr Zusammenarbeit notwendig

Die Polizei leistet mit Kontrollen, Präventionsarbeit und gezielten Maßnahmen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Dazu zählen insbesondere Geschwindigkeitskontrollen, Alkohol- und Drogenüberwachung sowie Aufklärungsprogramme für junge Verkehrsteilnehmer.

Gleichzeitig wird aber auch deutlich: Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nicht allein durch polizeiliche Maßnahmen gelöst werden kann. Straßenbau, Verkehrsplanung und politische Prioritätensetzung spielen eine ebenso wichtige Rolle.


UWG: Verkehrssicherheit braucht einen klaren Gesamtplan

Aus Sicht der UWG Kreis Olpe reichen punktuelle Maßnahmen nicht aus. Wir brauchen ein Verkehrssicherheitskonzept – also einen klaren, langfristigen Plan, der die Sicherheit auf den Straßen im gesamten Kreis systematisch verbessert.

Ein solcher Plan sollte:

  • klare Ziele zur Reduzierung von Unfällen und Unfallfolgen definieren,
  • auf transparenten und nachvollziehbaren Daten basieren,
  • alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen – vom Auto bis zum Fußgänger,
  • und Prioritäten für besonders gefährliche Strecken und Bereiche festlegen.

Nur so kann Verkehrssicherheit nachhaltig verbessert werden.


Fazit

Die bisherigen Maßnahmen zeigen Wirkung und sind ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig verdeutlichen die aktuellen Zahlen, dass weiterer Handlungsbedarf besteht.

Die UWG Kreis Olpe setzt sich daher für eine umfassende, transparente und langfristige Strategie ein, um die Sicherheit auf unseren Straßen weiter zu verbessern.


Quellen