Die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt ein klares Bild:
Die Zustimmung zu demokratischen Werten in Deutschland ist weiterhin sehr hoch. Rund 82 % der Bürgerinnen und Bürger stehen hinter den Grundprinzipien unserer liberalen Demokratie.
Dieses Ergebnis ist ein starkes Signal für die Stabilität unserer demokratischen Ordnung. Gleichzeitig macht die Untersuchung aber auch deutlich, dass Zustimmung allein nicht ausreicht.
Hohe Akzeptanz – aber Kritik an der Umsetzung
Wie der Demokratiemonitor 2026 zeigt, genießen zentrale demokratische Institutionen und Werte eine breite Unterstützung. In allen untersuchten Bereichen liegt die Zustimmung bei deutlich über drei Vierteln der Bevölkerung – mit Spitzenwerten von über 90 % bei Wahlen.
Gleichzeitig wird das praktische Funktionieren der Demokratie deutlich kritischer bewertet:
Während die Legitimität hoch ist, liegen die Zufriedenheitswerte mit der tatsächlichen Umsetzung in vielen Bereichen deutlich darunter – teils bei nur 15 % (z. B. bei politischer Beteiligung).
Diese Diskrepanz zeigt:
Viele Menschen glauben an die Demokratie – sind aber mit ihrer konkreten Ausgestaltung nicht zufrieden.
Demokratie braucht Vertrauen – und konkrete Erfahrung
Die Ergebnisse lassen sich als Ausdruck einer stabilen, aber zugleich herausgeforderten Demokratie verstehen. Die Autorinnen und Autoren der Studie sprechen von einer „resilienten Demokratie“:
Selbst kritische Bewertungen der Praxis führen bislang nicht zu einem Verlust grundlegender Zustimmung.
Dennoch wird deutlich:
Demokratie muss sich im Alltag bewähren. Vertrauen entsteht nicht durch abstrakte Zustimmung, sondern durch nachvollziehbare Entscheidungen, Beteiligung und Transparenz.
Die Rolle der kommunalen Ebene und Wählergemeinschaften
Gerade auf kommunaler Ebene entscheidet sich, wie Demokratie erlebt wird. Hier werden politische Entscheidungen unmittelbar sichtbar und spürbar.
Wählergemeinschaften wie die UWG Kreis Olpe leisten dabei einen wichtigen Beitrag:
- Sie stehen für bürgernahe Politik ohne parteipolitische Vorgaben
- Sie ermöglichen direkte Beteiligung und kurze Wege
- Sie setzen auf Sachorientierung statt Ideologie
- Sie schaffen Vertrauen durch Transparenz und Ansprechbarkeit
In einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, dass Politik zu weit entfernt ist, kommt diesen lokalen Strukturen eine besondere Bedeutung zu.
Unser Fazit
Die hohe Zustimmung zur Demokratie ist ein starkes Fundament.
Die Kritik an ihrer praktischen Umsetzung ist ein klarer Auftrag.
Demokratie muss nicht nur gewollt, sondern auch erlebbar gut gestaltet werden – insbesondere vor Ort.
Als UWG Kreis Olpe setzen wir uns dafür ein, dass genau das gelingt:
nah, transparent und unabhängig.
Quelle
Bertelsmann Stiftung (2026):
Demokratiemonitor 2026 – Legitimität und Performanz der Demokratie in Deutschland
👉 https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2026/zustimmung-zur-liberalen-demokratie-in-deutschland-bleibt-sehr-hoch